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Allgemein

Die Größe einer Photovoltaikanlage ist anhand der flexiblen Anzahl der Module individuell wählbar und lässt sich daher gut an die persönlichen Bedürfnisse des jeweiligen Betreibers anpassen. Das Ausmaß der PV-Anlage richtet sich jedoch nicht nur nach der vorhandenen Investitionssumme oder dem gewünschten Stromertrag, sondern auch nach der vorhandenen Nutzfläche.

Die Auswahl des richtigen Standorts für eine Photovoltaikanlage ist essentiell, um später auch einen guten Ertrag zu erzielen. Glücklicherweise lassen sich Solarpanels recht unkompliziert auf den verschiedensten Untergründen und Flächen befestigen, sodass sie sich für eine Vielzahl unterschiedlicher Standorte eignen. Die bis vor kurzer Zeit vorrangig in den Raum gestellte Behauptung, Solaranlagen wären nur in Südeuropa eine rentable und funktionale Investitionsmöglichkeit, hat sich daher absolut nicht bewahrheitet. Entgegen landläufiger Meinungen können Solarzellen das in Deutschland vielerorts vorherrschende diffuse Licht genauso gut wie eine direkte Sonneneinstrahlung in Strom umwandeln.

Zu den beliebtesten Montageorten im Bereich der privaten Solarstromerzeugung gehören Gebäudedächer oder Häuserfassaden. Bei Gemeinden steht mittlerweile die Anbringung der Module an Lärmschutzwänden, häufig etwa an Autobahnen, hoch im Kurs. Wichtigstes Kriterium für die ausgewählte Anbringungsfläche ist, dass sie nicht durch Schattenwürfe verdeckt wird. Diese würden die Sonnenkollektoren verdunkeln (Verschattung) und so eine unter Umständen hohe Ertragsminderung herbeiführen.

Generell gilt: Je höher ein Sonnenkollektor montiert wird, desto besser ist später die Stromausbeute. Wird zunächst nur eine kleinere Anlage errichtet, sollte der Standort so gewählt werden, dass zukünftig noch weitere Photovoltaikpanels zur Erweiterung angebracht werden können. Ein Ausbau einer bereits vorhandenen, kleinen Anlage ist in der Regel gänzlich unproblematisch, sollte aber aufgrund der später möglicherweise benötigten Fläche bereits im Vorherein in Betracht gezogen werden.

Bei der Montage einer Gebäudeanlage sollte in jedem Fall überprüft werden, ob das Dach alle nötigen Anforderungen hinsichtlich einer guten Winkelung bezüglich der Sonneneinstrahlung sowie der Stabilität auch zufriedenstellend erfüllen kann. Andernfalls kann es nicht nur zu Ertragseinbußen kommen, sondern auch zu einem folgenschweren und teuren Gebäudezusammenbruch. Im Zweifelsfall sollte dabei immer die Meinung eines Fachmannes hinzugezogen werden, der die Eignung der Anbringungsfläche beurteilen kann.

Zudem sollte fachkundlich abgeklärt werden, ob es sinnvoller ist, die Solarkollektoren direkt in das Dach zu integrieren oder aber als Aufdachanlage anzubringen. Ersteres kann durchaus sinnvoll sein, wenn ohnehin eine Dachsanierung geplant ist. Natürlich spielen hierbei auch bauästhetische Faktoren eine Rolle.

Immer häufiger kommt es zudem in der Praxis vor, dass Sonnenkollektoren von ihren Eigentümern auf angemieteten Flächen installiert werden. Zu beachten dabei sind jedoch im Voraus unkalkulierbare Risiken wie etwa eine Insolvenz des Immobilieneigentümers, ein Verkauf des Gebäudes, mögliche spätere Baumaßnahme oder gar ein kompletter Abriss der Immobilie. Hier empfiehlt es sich auf alle Fälle, im Vorherein vertragliche Regelungen schriftlich festzuhalten und diese mit einem Anwalt durchzusprechen.

Eine Betrieberhaftpflicht-Versicherung für den Betrieb einer Photovoltaikanlage auf einem fremden Dach ist unterlässlich, da der Eigentümer der PV-Anlage für Schäden am gemieteten Dach aufkommen muss, wenn der Schaden durch den Betrieb der Photovoltaikanlage entstanden ist.

Auch im Hinblick auf das eigene Investitionsvolumen sollte der Standort sorgfältig abgewägt werden: Während sich auf Dächern aufgrund der räumlichen Begrenztheit die teureren, aber leistungsfähigeren mono- oder multikristalline Module auf Siliziumbasis besonders gut eignen, ist für Freiflächenanlagen auch die im Vergleich dazu etwas günstigere Dünnschichttechnologie gut nutzbar.

Gleichfalls lohnt es sich diesbezüglich auch, sich nach den zukünftigen staatlichen Förderungen für den jeweiligen Anlagentyp zu erkundigen. Aktuell liegt der Fokus der Einspeisevergütung in Deutschland vor allem auf Dachanlagen. Informationen zum aktuellen Stand der Einspeisevergütung finden sich auf der Webseite der Bundesnetzagentur http://www.bundesnetzagentur.de.

 
 

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