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Volt als Bezeichnung für elektrische Spannung ist ein geläufiger Begriff aus dem Alltag. Doch woher kommt er? Das Wort leitet sich aus dem Nachnamen des italienischen Physikers Alessandro Volta her.

Alessandro Volta wurde am 18.02.1745 in Como geboren und starb dort am 5.03.1827. Hineingeboren in eine wohlhabende Familie als eines unter neun Kindern, standen ihm später zahlreiche berufliche Möglichkeiten offen. Ein Physikstudium war jedoch zunächst nicht absehbar. Sein Vater war einst Jesuitennovize, mehrere Onkel schlugen die Priesterlaufbahn ein. Voltas Eltern planten für ihren Sohn Alessandro eine juristische Laufbahn. Dieser hingegen interessierte sich weitaus stärker für Physik und bildete sich im Selbststudium hierin fort, indem er zahlreiche Bücher über Elektrizität verschlang und bald mit bekannten und führenden Gelehrten korrespondierte. Ein Professor für Physik aus Turin ermutigte Volta, sich konzentrierter experimenteller Arbeit zuzuwenden. Selbstbewusst publizierte der junge Volta 1769 seine erste physikalische Ausarbeitung und kritisierte darin sogar Autoritäten.

1775 erlangte Volta Bekanntheit für seine Erfindung des Elektrophors, womit sich durch Influenz statische Elektrizität erzeugen und transportieren ließ. Das Gerät fand europaweite Anwendung. Nachdem Volta 1774 Superintendent und Direktor staatlicher Schulen in Como geworden war, folgte dort 1775 seine Berufung zum Professor für Experimentalphysik. Im Jahr darauf entdeckte Volta in Sümpfen aufsteigende Gasblasen mit Methan. Er experimentierte mit diesem brennbaren Gas mithilfe seiner Volta-Pistole, die ähnlich einem Gasfeuerzeug über einen elektrischen Funken in einer Gasflasche eine Verbrennung auslösen konnte. So gelang Volta die Konstruktion beständig brennender Lampen.

Seine verschiedenen beeindruckenden Entdeckungen zogen 1778 den Ruf als Professor für Physik an die Universität Pavia nach sich. Weitere Experimente und Entdeckungen folgten, vor allem zu den Phänomenen der Elektrizität. Volta schuf den Begriff der elektrischen "Spannung".

1792 faszinierten ihn Luigi Galvanis Frosch-Experimente, für die der Anatom animalische Elektrizität vermutete. Volta jedoch fand die wahre Ursache dafür in äußeren elektrischen Spannungen. Es entbrannte daraufhin ein Streit um den sogenannten Galvanismus, der Wissenschaftler in ganz Europa beschäftigte. Daraus sich ergebende Untersuchungen Voltas zur Kontaktelektrizität mündeten schließlich in die geniale Erfindung der Batterie. Diese um 1800 als "Voltasche Säule" konstruierte erste funktionierende Batterie überhaupt gilt als seine erfolgreichste Erfindung. Erst mit der Batterie gelangen weitere Forschungen zum Magnetismus elektrischer Ströme sowie die Anwendung von Elektrizität in der Chemie.

1802 verlieh ihm das Institut de France eine Ehrenmedaille in Gold und Napoleon eine Pension. Napoleon ernannte Volta 1809 zum Senator. 1810 erhob er Volta in den Grafenstand. Allmählich zog sich Volta aus Forschung und Lehre zurück und wurde 1819 emeritiert.

Privat teilte Volta sein Leben lange mit einer Sängerin, bevor er 1794 die vermögende Teresa Peregrini heiratete. Sie bekamen zwei Söhne.

 
 

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