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Umweltauswirkungen von Kohlekraftwerken

Deutsche Kohlekraftwerke verursachen erhebliche Schäden an der hiesigen Umwelt.

Zur Stromerzeugung stießen sie in 2011 über 300 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus, also knapp 40 Prozent der deutschen Emission dieses Gases. Der größte Teil davon entstammte Kraftwerken zur Verstromung von Braun- und Steinkohle. Damit tragen sie wesentlich zum deutschen Anteil am Treibhauseffekt bei.

Kohlekraftwerke bremsen obendrein die Energiewende. Gerade Braunkohlekraftwerke lassen sich nur beschränkt regeln - somit können sie mittelfristig nicht die flexible Reservekapazität liefern, die Kraftwerke mit fluktuierender Energieabgabe aus Fotovoltaik und Windkraft einfordern.

Neben Kohlendioxid geben Kohlekraftwerke auch weitere Schadstoffe ab, zu denen bestimmte Oxide und Metalle zählen. Insbesondere führen sie gemeinsam in der Emission von Quecksilber in Deutschland. In 2010 etwa gelangten hierzulande über fünf Tonnen des Metalls in die Umwelt. Dazu trug nur das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde knapp 600 kg bei.

An solchen Schadstoffen erkranken und sterben zahlreiche Menschen. Nach einer Studie von Greenpeace aus 2013 verantworten deutsche Kohlekraftwerke über 3.000 frühzeitige Tode in Europa. Jänschwalde etwa verursacht unter deutschen Braunkohlekraftwerken den höchsten Ausstoß - und knapp 400 Tote nach jener Studie.

Wegen der starken Begünstigung des Treibhauseffekts, der heftigen Emission allgemein und der resultierenden hohen Schäden an der Gesundheit sollte eine verantwortliche Politik zu Energie und zur Umwelt die Nutzung von Kohle schnellstens beenden. Erneuerbare Energien könnten dazu in wenigen Jahren Kohle ersetzen.

geschrieben am 29.01.2016 um 11:30 Uhr.