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Photovoltaikanlagenversicherung deckt auch Schäden an Wechselrichtern

Trotz sinkender Kosten für Solarmodule stellt eine Photovoltaikanlage für Hausbesitzer eine teure Anschaffung dar. Dennoch lassen sich die Vorzüge einer solchen Anlage hinsichtlich Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit kaum abstreiten. 
Photovoltaikanlagenversicherung deckt auch Schäden an WechselrichternInzwischen werden innovative Wechselrichter entwickelt, welche die Effizienz dieser Anlagen weiter erhöhen sollen. Um dauerhaft kostengünstig Strom produzieren zu können, ist ein entsprechender Versicherungsschutz jedoch unverzichtbar.

Wettbewerb aus Asien drückt Preise bei Bauteilen

Aufgrund der zunehmenden Konkurrenz aus Übersee sieht sich die deutsche Solarbranche bei Photovoltaikanlagen zu erheblichenPreiszugeständnissen gezwungen.

Um sich im globalen Wettbewerb gegen Billigprodukte behaupten zu können, sind die deutschen Hersteller dazu aufgerufen, hochwertige Anlagen "Made in Germany" zu konzipieren. Gelingen soll dies vor allem durch effizientere Anlagekomponenten.

Dieser Herausforderung hat sich unter anderem auch das Fraunhofer ISE angenommen, das im Rahmen ihres Forschungsprojekts "PV Pack" eine neue Generation von Wechselrichtern entwickelt hat. Im Fokus der Forschungsarbeiten stand dabei die Optimierung der Kühlungs-, Verbindungs- und Aufbautechnik. Dem anvisierten Ziel, einen Wechselrichter mit einer Nennleistung von 70 Kilowatt zu konzipieren, nahm sich das Institut zusammen mit dem Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) und der Phoenix Contact an.

Durch die Verkleinerung passiver Elemente und einer Erhöhung der Taktfrequenz konnten die Forscher den Wirkungsgrad der Wechselrichter auf 98,8 Prozent erweitern.

Gerade auch die günstigen Nachführsysteme, Module und Wechselrichter tragen zur Attraktivität einer Photovoltaikanlage bei.

Wohngebäudeversicherung schützt nicht gegen alle Gefahren

Der Ausfall durch einen Sachschaden einzelner Bauelemente wie Wechselrichter oder Module kann sich allerdings als sehr kostspielig erweisen. So können Sie bis zu etwa 15 Prozent der Gesamtinvestition für die Wechselrichter veranschlagen.

Je nach Hersteller, Leistung und Qualität können sich die Kosten für ein einzelnes Modul hingegen auf etwa 200 Euro belaufen. Schäden sind in vielen Fällen auf:

  • Kurzschluss,
  • Bedienungsfehler,
  • Materialdefekten und
  • Tierverbiss zurückzuführen.
Entgegen der Ansicht vieler Immobilienbesitzer, sind derartige Schäden in der Regel nicht über die Wohngebäudeversicherung abgedeckt.

Denn diese leistet zumeist nur dann Ersatz, wenn Wechselrichter und Co. durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und ggf. weiteren Naturgefahren beschädigt oder zerstört werden.

In allen anderen Fällen ist der Abschluss einer separaten Photovoltaikversicherung erforderlich. Diese wird oft auch als Baustein zur Wohngebäudeversicherung angeboten und ist je nach Anlagengröße und -leistung bereits für wenige Euro im Jahr erhältlich. 

Welche Kosten eine Photovoltaikversicherung übernimmt

Eine Photovoltaikversicherung erstattet die Reparatur- oder Wiederanschaffungskosten, die infolge eines Sachschadens an der Anlage durch sogenannte technische Gefahren entstehen.

Hierunter fallen vor allem Sachschäden durch:

  • Konstruktions-,
  • Ausführungsfehler,
  • Ungeschicklichkeit,
  • Sachbeschädigung Dritter,
  • Feuchtigkeit,
  • Frost,
  • Tierverbiss oder
  • Versagen von Regel- und Messeinrichtungen.

Sofern eine sogenannte Baudeckung enthalten ist, besteht Versicherungsschutz für die Anlage bereits mit dem Eintreffen der Komponenten auf dem versicherten Grundstück und demnach vor dem eigentlichen Einbau. Selbst den Diebstahl deckt eine gute Photovoltaikversicherung ab.

Weil sich Anlagen stetig verbessern, sollte auch ein Technologiefortschritt enthalten sein. Trägt die Anlage einen Schaden davon und ist das bisherige Modell nicht mehr verfügbar, erhalten Sie eine Anlage der aktuellen Nachfolgegeneration mit vergleichbaren Eigenschaften.

Grundsätzlich mitversichert ist zudem der Ertragsausfall, den Sie dadurch erleiden, dass die Anlage vorübergehend nicht betriebsbereit ist. Der maximale Tagessatz sowie die Haftzeit, welche die maximale Leistungsdauer angibt, fällt allerdings zwischen den Tarifen teils sehr unterschiedlich aus.

Aus diesem Grund empfiehlt sich ein Tarifvergleich vor Abschluss einer Photovoltaikversicherung. Auf diese Weise ist schnell ersichtlich, welches Angebot den besten Leistungsumfang bietet und wo der Versicherungsschutz am günstigsten ist.

geschrieben am 26.06.2017 um 17:23 Uhr.