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Photovoltaikversicherung

Wechselrichter unter der Lupe

Nach Anschaffung und fachgerechter Installation einer Solaranlage gibt es zwei Möglichkeiten, den erzeugten Strom zu nutzen. Entweder entscheidet sich der Eigentümer für den Eigenverbrauch, was bedeutet, dass der selbsterzeugte Strom auch direkt im Privathaushalt genutzt wird. Diese Form der Energieversorgung erfreut sich mittlerweile größter Beliebtheit, da sie ein großes Gefühl der Unabhängigkeit von lokalen Stromanbietern vermittelt, die gefühlt monatlich ihre Strompreise nach oben schrauben.

Oder der Solarstrom wird direkt in das Stromnetz des jeweiligen Netzbetreibers eingespeist. Dazu benötigt eine Photovoltaik-Anlage auf jeden Fall einen Wechselrichter, der häufig auch als Netzeinspeisegerät bezeichnet wird. Dieses Bauteil ist dafür verantwortlich, den in der Solaranlage als Gleichstrom erzeugten Strom in den vom Netzbetreiber benötigten Wechselstrom umzuwandeln.

Zentralwechselrichter

Zentralwechselrichter benötigen wegen ihrer immensen Größe meist eine eigene Räumlichkeit, verfügen aber gleichzeitig auch über den höchsten Wirkungsgrad. Aufgrund ihrer nicht zu unterschätzenden Störungsanfälligkeit fällt bei einem Defekt jedoch meist die gesamte Anlage aus, was zumeist große Verdienstausfälle nach sich zieht. Für Privathaushalte mit kleinen Solar-Anlagen sind Zentralwechselrichter daher nicht unbedingt die praktikabelste Lösung.

Stringwechselrichter

Stringwechselrichter gehören zu den am häufigsten in Photovoltaik-Anlagen verwendeten Netzeinspeisegeräten. Sie werden so angebracht, dass sie per Kabel mit Reihenschaltungsmodulen verbunden sind. Problematisch ist jedoch ihre Ausfallfrequenz: Sollte eines der zusammengeschalteten Module aufgrund eines Störfalls oder auch nur aufgrund von harmlosen Verschattungen nicht mehr vollständig funktionieren, liegt die ganze Anlage still. Zudem sind die Gleichspannungen, die von der Anlage ins Stromnetz übertragen werden müssen, bei dieser Art Wechselrichter recht hoch.

Modulwechselrichter

Modulwechselrichter werden, wie ihr Name besagt, direkt am Solarmodul angebracht. Sie finden bei Modulen mit einer Leistung von 0,1 Kilowatt bis zu 1,4 Kilowatt Verwendung. Ihre Fehler- und Ausfallquote ist aufgrund der Tatsache, dass die Module parallel geschaltet werden und daher Verschattungen oder andere Defekte für das Einzelmodul irrelevant sind, relativ gering. Ein zusätzlich im Wechselrichter angebrachter Trenntransformator bietet zusätzliche Sicherheit vor einem Anlagenausfall.

Bei der Entscheidung für eine Solaranlage muss also auf jeden Fall der Wechselrichter in Augenschein gefasst werden. Gemeinsam mit einem Fachmann sollte beraten werden, ob der jeweilige Wechselrichter zur Anlage sowie den Anforderungen des Anlagenbesitzers passt. Natürlich handelt es sich auch dabei um ein Anlagenbauteil, das regelmäßig gewartet muss. Wie jede andere Komponente auch kann ein defekter Wechselrichter zu einem Stillstand der Anlage und somit zu einem Vertragsausfall führen, sollte die Funktionsweise beeinträchtigt sein.

Quelle: Mertens. 2013. „Photovoltaik: Lehrbuch zu Grundlagen, Technologien und Praxis“. Leipzig: Carl-Hanser.

 
 

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